Seit 2003 trainiere ich Tai Chi Chuan.

Begonnen habe ich bei Anke Hartmann im TV Herkenrath mit dem Kranich-Stil der Yang-Familie. Hier wurde die weite, offene Form zur Harmonisierung des Körpers gelehrt. Tui Shou (Klebende Hände) oder andere Anwendungsübungen standen hier nicht im Fokus. Der Schwerpunkt lag auf Ruhe und Entspannung. Dementsprechend wurde das Training zur Hälfte mit klassischem Qi Gong und Atemübungen ausgefüllt.

Im November 2007 wurde ich Mitglied bei der Tai Chi Akademie von Sascha Krysztofiak (
www.taichi-dragon.de). Dort habe ich nach dreijähriger Ausbildung mit rund 1200 Trainingsstunden die große Prüfung zum Lehrer erfolgreich bestanden.

Ausbildungsinhalt waren die traditionelle Langform, Kurzform, Stab/Speer-, Säbel- und Schwertform. Ausserdem die schnelle Langform (Cheng Chuan) sowie Grundübungen im Qi Gong / Nei Gong (Daoyin), Partnerübungen / Push Hands, Rechtskunde der Selbstverteidigung und Didaktik. Inzwischen sind noch die Hellebardenform und die Doppelsäbelform hinzugekommen.

In dieser Zeit habe ich darüberhinaus an mehreren Wochenend-Seminaren mit Meister Robert Boyd (Bao Tak Fai Institute) teilgenommen.

Die Anwendung im Tai Chi Chuan wurde für mich eine sehr wichtige Form der Selbstkontrolle innerhalb des Trainings. Hier werden die Lernerfolge beim Formlauf auf den Prüfstand gestellt. Darüberhinaus sind ausser der guten Körperwahrnehmung auch die emotionale Selbstbeherrschung gefordert. Denn wir üben uns im dosierten Kontakt und das bringt schon mal das Adrenalin in Wallung :-)

Wer sich in der Kampfkunst übt, kann am eigenen Leib erfahren wohin Aufrüstung führt. Er kann in der Tiefe begreifen, dass jeder nicht geführte Kampf ein gewonnener Kampf ist und er kann verstehen, dass es sich mitunter zu kämpfen lohnt, damit die Welt ein bischen besser werden kann.

In diesem Sinne: Den Frieden in mir selbst zu finden bedeutet, ihn in die Welt tragen zu können.